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Von Thomas Illi Der Fall wirbelt Staub auf. Dem prominenten Wirtschaftsanwalt Werner Stauffacher wird vorgeworfen, in einer treuhänderisch verwalteten AG gegen den Willen des Hauptaktionärs gehandelt und sich dabei strafbar gemacht zu haben. Der Anwalt macht geltend, bei seinem Mandanten habe Verdacht auf Geldwäscherei bestanden; also habe er mit unkonventionellen Mitteln eine Untersuchung erzwingen müssen, um nicht selber rechtlich belangt zu werden.
Sowohl in Wirtschafts als auch in Juristenkreisen wurde dieser Vorfall mit grosser Aufmerksamkeit beobachtet, weist er doch auf eine neue Dimension im Zusammenhang mit Fragen möglicher Geldwäscherei hin. Wie sichert sich der treuhänderisch Verwaltende gegen mögliche Vorwürfe ab, wo liegen die Grenzen, wenn es um Geldwäscherei geht? Eine verwickelte und tragische Geschichte: Der Anwalt will er sich nicht zum Komplizen machen kann sich anscheinend nur falsch verhalten.
Thomas Illis Buch ist ein Dokument der Diskrepanz zwischen den Zielvorstellungen des Gesetzgebers und den Fallstricken wirtschaftlichen und juristischen Alltagslebens. Anderthalb Jahre nach Erscheinen des Werkes, am 15. Oktober 2002, wird Werner Stauffacher vom Zürcher Obergericht nach rund zehnjährigem Kampf um Gerechtigkeit freigesprochen.
Thomas Illi: Die Akte S. Ein Wirtschaftsanwalt im Visier der Justiz
ISBN 3-280-02678-4
Verlag Orell Füssli AG, Zürich
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